Todesfall-Checkliste: Was ist im Todesfall zu tun?

Auf dieser Seite erfahren Sie was zu tun ist, wenn Sie einen Todesfall / Sterbefall in der Familie haben.

Eine kurze Checkliste mit den wichtigsten Dingen, die zu beachten sind.

Erhalten Sie hier die wichtigsten Informationen zum Thema Todesfall, und was Sie jetzt akut beachten müssen. Wir haben eine Checkliste zusammengestellt, die Ihnen in einer der schwierigsten Stunden Ihres Lebens helfen soll, damit Sie den Überblick behalten und nichts vergessen.

Direkt nach dem Todesfall:

  1. Atmen Sie tief durch und nehmen Sie (sofern gewünscht) in aller Ruhe Abschied. Sobald der Arzt da ist (Punkt 2.) geht alles SEHR schnell
  2. Arzt anrufen
  3. Angehörige benachrichtigen und ersten Trost aussprechen
  4. Todesursache vom Arzt feststellen lassen
  5. Totenschein bzw. Leichenschein vom Arzt ausstellen lassen
  6. Wichtige Dokumente und Unterlagen zusammenstellen

 

Dokumente und Unterlagen für den Todesfall:

  1. Personalausweise und Reisepass
  2. Geburtsurkunde der / des Verstorbenen im Original
  3. Heiratsurkunde / Stammbuch bzw. das Familienbuch
  4. Sterbeurkunde des Partners – sofern vorhanden – im Original
  5. Möglicherweise Scheidungsurkunde
  6. Karte der Krankenkasse
  7. Aktuellste Rentenanpassung
  8. Versicherungspolicen, Lebens- oder Sterbegeldversicherung
  9. Schwerbeschädigtenausweis bzw. Schwerbehindertenausweis
  10. Grabkarte und Einverständniserklärung des Nutzungsberechtigten
  11. Renten für Kriegsopfer bzw. Blindengeld
  12. Möglicherweise vorhandene Zusatzrenten

 

1 bis 3 Tage nach dem Todesfall zu erledigen:

  1. Einen passenden Bestatter auswählen / verständigen
  2. Die Art der Bestattung sowie die Art des Grabes auswählen
  3. Inhalte des Bestattungsvertrages klären. Deutlich machen, welche Aufgaben man selber übernehmen möchte um Kosten zu sparen
  4. Einen Sarg bzw. eine Urne auswählen. Außerdem sollte man die letzte Kleidung des Verstorbenen aussuchen. Hier sollte der eigene Geschmack entscheidend sein und wie man den Toten in Erinnerung behalten möchte
  5. Natürlich auch die Abholung des Verstorbenen und einen Platz in einer Leichenhalle bzw. Aufbewahrungshalle organisieren
  6. Wohnung kündigen / versorgen
  7. Sich beim Standesamt melden und den Todesfall übermitteln. Dann die Sterbeurkunde(n) beantragen und abholen
  8. Einen Erbschein beantragen (beim Nachlassgericht)
  9. Krankenkasse und alle Versicherungen informieren

Sobald die Trauerfeier vorbei ist, gilt es noch einige letzte Dinge zu organisieren:

  1. Falls gewünscht sollten nun die Danke-Karten an alle Familienmitglieder, Freunde und Bekannte verschickt werden. Oftmals wird auch eine Danke-Anzeige in einer Zeitung geschaltet, die von den meisten nahestehenden Personen gesehen wird
  2. Laufende Verbindlichkeiten kündigen. Dazu gehören beispielsweise Telefon, Abonnements, Vereinsmitgliedschaften, Miete, Strom, Wasser etc.
  3. Ansprüche gegenüber Versicherungen, Behörden & Ämtern etc. geltend machen
  4. Möglicherweise die Wohnung räumen
  5. Nach 4 bis 6 Wochen das Grab abräumen und mit einem Steinmetz über den Grabstein bzw. das Grabmal sprechen – sofern gewünscht. Ein Grabstein wird normalerweise erst nach einigen Monaten gefertigt und eingesetzt
  6. Als letzter Punkt sollten alle wichtigen Dokumente zentral abgeheftet werden, falls Rückfragen entstehen

 

Nachdem alle Formalitäten geklärt sind, geht es an die Organisation der Trauerfeier und allem was noch dazugehört:

  1. Je nach Vorliebe die passende Art der Bestattung auswählen
  2. Friedhof zur Bestattung gemeinsam mit allen Hinterbliebenen festlegen
  3. Die erforderlichen Nutzungsrechte für die Grabstelle erwerben bzw. beim Krematorium eine Genehmigung für die Feuerbestattung anfordern
  4. Ganz wichtig: Sehr schnell einen Termin für die Bestattung festlegen (lassen)
  5. Einen Pfarrer oder Redner für die Trauerfeier organisieren und vorher ein Trauergespräch führen
  6. Falls gewünscht auch eine Todesanzeige aufgeben (meist in Zeitungen)
  7. Gärtnerei auswählen, welche sich um den Blumenschmuck kümmert
  8. Wichtig: Die Trauerfeier im Sinne des Verstorbenen vorbereiten und gestalten
  9. Falls nach der Bestattung noch ein Zusammensein mit Familie und/oder Freunden geplant ist, sollte hierfür ein Raum / eine Gaststätte / ein Café gemietet werden und für Verpflegung gesorgt werden

 

Wie kann Ihnen ein Bestatter helfen und welche Formalitäten kann er nach einem Todesfall übernehmen?

Wenn Sie einen Todesfall haben und die oben genannte Checkliste angesehen haben, bleiben wahrscheinlich noch einige Dinge übrig, die Sie aber auch von einem Bestatter erledigen lassen können. Das spart in den meisten Fällen Zeit und Sie können sich auf die wesentlichen Punkte konzentrieren, die Ihnen besonders wichtig sind. Daher übernehmen Bestatter auch viele der folgenden Formalitäten, die bei einem Todesfall ebenfalls zu tun sind:

  • Freigabe der Kriminalpolizei einholen
  • Den Verstorbenen beim Einwohnermeldeamt abmelden (auch polizeilich) und den Reisepass entwerten / ungültig machen
  • Sterbeurkunden anfertigen lassen. Achten Sie dabei auf die gewünschte Anzahl an Urkunden die Sie benötigen
  • Die verstorbene Person bei der Krankenkasse abmelden
  • Die Person bei der Rente abmelden und möglicherweise auch bei der Kriegsopferrente sowie Blindengeld
  • Sozialversicherung abmelden sowie möglicherweise vorhandene Schwerbeschädigtenausweise
  • Beantragung einer Vorschusszahlung für die Hinterbliebenen
  • Anmeldungen:
    -> Friedhof bzw. Krematorium
    -> Pfarrer anfragen bzw. einen Redner für die Beerdigung
    -> Eventuell einen Musiker anfragen, der die Beerdigung begleitet
    -> Beim Träger des städtischen Friedhofs anmelden (bei einer Erdbestattung)

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